Textveröffentlichung auf www.kunstkulturliteratur.com
I
nterview am 25.5. 2021

Ich vertraue!

Wenn ich eine Maschine wäre, dann wäre mein Körper die Karosserie, mein Geist die Software und mein Antrieb das Vertrauen. - Ich vertraue darauf, dass alles zusammenspielt.

Wenn ich ein Vogel wäre, würde ich darauf vertrauen, dass nach dem Winter der Frühling käme, mich meine Flügel und mein Instinkt mich über die Ozeane trügen und ich nie das singen verlernte - Ich vertraue darauf, dass es viele Vögel gibt, die es nie verlernen.

Hätte ich eine Angststörung, dann hätte die Angst die Oberhand bekommen und mein Leben von innen her zerstört. -Ich vertraue darauf, dass es besser wird.

Wenn ich kein Vertrauen mehr in mich hätte, wäre das Leben noch mein Leben? Oder würden andere über mich entscheiden, würde mir die Angst die Luft zum atmen nehmen? Ich könnte nicht mehr vor die Tür gehen. - Ich nehme den Mut und das Vertrauen und öffne die Türe.

Wenn ich das Vertrauen in einen Menschen verlieren würde, würde er es je wieder bekommen? Geben wir nicht oft zweite und dritte Chancen, weil uns das Leben mit diesen Menschen so wichtig ist? - Ich vertraue darauf, dass die Menschen meinen Wert erkennen.

Kann ich meinen Gefühlen vertrauen, dass sie mich auf den richtigen Weg durch das Leben führen, was ist meine Intuition? Kann ich auf sie vertrauen? - Ich vertraue darauf, dass mein Bauchgefühl immer den richtigen Weg kennt.

Was ist das Göttliche in mir? Vertraue ich Gott und der Welt, dass sie mich am Leben erhält? Wie solle es weitergehen, würden sich alle Straßen als Einbahnstraßen erweisen, alle Türen sich schließen und ich alleine auf dieser Welt sein? - Ich vertraue darauf, dass die Welt auch morgen noch existiert.

Ich bin viele Wege schon gegangen, das Leben wollte mir das Gegenteil beweisen doch als ich begann auf mich zu vertrauen, hat sich mein Leben verändert. -  Ich vertraute auf meine innere Kraft.

Vertrauen ist kein Luxus und keine Wahl, Vertrauen ist die Lebenskraft. Denn was würde es mit uns machen, vertrauten wir nicht darauf, morgen noch auf dieser Welt zu sein? - Ich vertraue darauf, dass ich alt werde.

Es ist dieses sanftmütige Gefühl, wie eine streichelnde Hand einer Mutter gibt sie uns ein wohltuendes Prickeln, das dir den Tag erhellt und dich in eine Welt eintauchen lässt, in der alles möglich ist. - Ich vertraue auf dieses Gefühl und sende es gleichzeitig an alle meine lieben Menschen um mich weiter.

Also vertraut darauf, es wird sich fügen und die Sichtweise auf die Dinge wird sich verändern, daher vertraue ich!

© Eva Gebetsroither 2021

#Kommentar zum Tag: Eine neue #Gesellschaft 22.5.21 
#Eva Gebetsroither

'#Grenzen haben immer etwas Trennendes. Sie trennen das eine vom anderen. Separation hat zumeist einen faulen Beigeschmack. Gerade im letzten Jahr gelangten Grenzen immer mehr ins #Bewusstsein. Da gab es zum einen nationalstaatliche Grenzen, die wieder in den Fokus rückten, andererseits grenzte sich der Mensch auch bewusst von seinen Mitmenschen ab. Nicht nur aus gesundheitlichen Gründen. 

Grenzen sind seit je her in unseren Köpfen vorhanden, denn das #Nichtfassbare muss für den menschlichem Verstand fassbar gemacht werden. Die Unendlichkeit entzieht sich jeglicher Vorstellungskraft. Kulturelle Unterschiede zeigen uns Grenzen auf, sowie unausweichliche Lebensumstände uns an unsere Grenzen bringen. 

Auch die Wahrnehmung des Menschen in der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren geändert. Der Homo Ökonomicus, der konsumierende Mensch unterschied sich sehr von seinen Vorfahren. Doch in einem Zeitalter, in dem die Natur an seine Grenzen stößt, die kapitalistische Gesellschaft an seine Grenzen stößt, gibt es eine Chance als Menschheit sich neu zu definieren. Ein je her strebte der Mensch nach mehr: Konsum, Reichtum, Glück und lebte fortan in Zukunftsvorstellungen, die auch einen Fortbestand der Gesellschaft garantierte. #George Owell war nicht nur Vordenker sondern auch Kreator unserer Zeit. Die Entwicklungen richteten sich an ebendiesen Fiktionen aus. Die Menschheit selbst trägt ihre Zukunft  und ebendiese kann man auch zu jeder Zeit verändern. Darüber hinaus hat das Leben auch #System, #Fehler sind systematisch, das kann man beim #Sprachenlernen beobachten. Herabgebrochen auf das Individuum, das den Wandel der Zeit spürt, kommt der #Kommunikation eine besondere Rolle zu. Vor allem auch der #Literatur und den #Massenmedien.

In einer Zeit, in der '#COVID das Geschehen beeinflusst, ist es nun möglich sich neue Fragen zu stell?  Sind wir bereit dieser neuen Welt ins Auge zu blicken? Ich denke: „Ja!“

Märzinfarkt 2020

Endloses Sicherheitsgedenken
Spanisches Grippeandenken
Töten der Natur im Sekundentakt
Dann kam der Märzinfakt
Schlossen Tür und Tor
Die Welt, sie kommt uns nun so anders vor
Endloses Regelwerk
Die Welt ist nun in sich gekehrt
unbekannte Schicksale treffen uns nun
Können wir etwas füreinander tun?
Statt Aufmarsch und Hetzerei
Wünschen wir uns Freiheit herbei
Und noch in den verborgenen Momenten
Werden wir uns Nähe schenken
Weil mit Sicherheit
Nichts so wie früher bleibt.

Frühlingstag (im Mai)

Frühlingstulpen in der Hand,

Die Wäscheleine über den Kopf gespannt,

hängst du auf dein frisches Gewand,

und blickst schon gebannt in die nächste Wolkenwand(c) Mai 2021





A Love-Poem

(c) Eva Brigitta Gebetsroither


Love comes within, love comes from laughter
Love comes from planning the future together
Love is pure
Love is life
Experience and thrive
Growing further
Wherever you are, being soulsister, classmates,
Strangers, whatever,
Woman, husband, wife

Life's changing you all the time
Sticks your pieces together
Where you can be you, explain, tell and train your talents
Accepting your truths
Being kind with you and the world
it's everything you told
it's feeling, traveling, sharing and exploring
it's how it should be
I never stop to believe
in life, love and me



Floating

© Eva Brigitta Gebetsroither

 

Floating from my toes

To my shaking hand

Blood is running up my veins

I don’t know where it bends

Turning around the words

That are floating from my lips

Enjoying to move to the sounds

our dancing hips

To lean against the lane

That’s growing into the air

The morning room suite does not

hide its beautiful flair

I’m floating to much

My head is getting stiff

I wonder where it leads us

We’re touching the seaside riff

Where should we hide where should we go

Let us drift away

And find after a reddish sunset

Our own wonderful way


Deine Bilder

(c) Eva Brigitta Gebetsroither

Wenn ich ein Bild sehe

Sehe ich, ob es mit dem Auge gezeichnet ist

Es ist kopierbar

Doch ich sehe deine Bilder

Die von Fabelwesen, Geschichten, Tieren und allen Menschen

Sie sind nicht kopierbar


Wenn die Seele leidet…

© Eva Brigitta Gebetsroither Bakk. Komm.

 

…dann leiden alle Sinne mit

Wenn die Seele leidet

Dann braucht mein Herz

Ein wenig Kit

wenn die Seele leidet

dann leide nicht nur ich

wenn die Seele leidet

frag ich oft: „Liebst du mich eigentlich?“

wenn die Seele leidet

dann brauche ich Menschen um mich herum

die aufhören mich zu fragen: „Warum?“

wenn die Seele leidet dann braucht man Helferlein

das können Familie, Freunde, Psychiater oder Psychologen sein

Wichtig ist, dass das Netz ein Stabiles ist

Und man nicht auf sich vergisst

Wenn man sich dann um Hilfe bemüht

Und sich nicht alleine abmüht

Dann kann es einem immer besser gehen

Dann findet man auch Leute, die einen verstehen

Man muss nicht eines jeden Rucksack tragen

Man darf auch sich selbst manchmal fragen

„Was brauch ich jetzt, was tut mir gut und was macht mir jetzt gerade Mut?“

Dann plan ich meine Pausen ein, mach mal Urlaub von daheim

Triff mich mit Menschen die mir Gutes wollen,

geh nach draußen in den Garten mit den Hunden umhertollen

geh spazieren oder sieh mir eine Blume an, ich schreib es auf und glaub daran

dass sich wieder etwas ändern kann,

 drum wünsch ich dir guten Mut

ich hoffe, dir geht es bald wieder gut!


 

Kindergedicht in Italienisch: Due maialini


(c) Eva Brigitta Gebetsroither


Due maialini abitavano il bosco

Erano ovunque dove c’era posto

Ed i maialini erano così felici

Che dopo anni erano ancora amici

Due maialini abitavano il campo

L‘altro dormiva perché era sempre stanco

erano così gentili che la gente che incontrava

da bere e da mangiare sempre ai due dava.

Due maialini abitavano la città

Uno era sempre in giro, solo perché gli va

Una volta la sera hanno bevuto tropo

Perché un elefante, lo davano per un topo

Ai due maialini piacevano passeggiare

Nel parco dove i bambini lì sono per giocare

Due maialini passeggiavano così troppo

Che non sapeva che fine hanno fatto

Due maialini arrivavano al bosco

Si nascondevano ovunque dove c’era posto

Erano così felici che anni dopo anni

Anche se sono vecchi adesso non hanno preso danni.

Due maialini ci raccontavano una storia

In quella vivevano, una che sta sempre in memoria

E adesso che sono arrivati ancora a quel punto

gli amici danno uno spunto

siate sempre gentili non mangiate tropo e non

date un elefante solo per un topo

(se trovate errori mi potete avvisare)

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Aussifoan…

© Eva Brigitta Gebetsroither 2017

 

Es is scho a Zeitl hea, da hab i ma docht,

i wü aussi, die Welt entdecken,

was Neichs segn.

Gschafft hab is bis nach Italien,

dass i ned so weit weg bin von Dahoam,

hab i ma docht.

OBA gfiacht hab i mi, voam Zugfoan,

weils doch so weit weg is…

Was dengan sie woi die Flüchtling, wanns in a Boot steign?

Oba i woa jo aloa! Des erste Moi in meim Leben.

An Platz zum Schlofn hab i ghobt,

des woa in so am Studentheim

und liab aufgnuma hams mia a

Obwoi, amoi, wias moi wem wos gstoin ham

Dan hams mi glei verdächtigt.

Do hob i ma docht, i bin im foischn Film

Na, i woa einfach nua im foischn Land…

Da hab i mi des easte moi gfragt,

Is ma a woanders fremd?

a wanst a super Österreicher bist,

wo de Leid e so nett san.

Nua wam ma fremd is, dann zöht des ned

A Schas, wanns in de Nachrichten de ganze Zeit vom Kriag dazöhn,

Da kann ma nu so nett sein,

ma is doch irgendwie immer dea Böse

Oba andas ois bei mir, san de Leid ned freiwüllig ganga,

oba ham wüs do a kana.

Des muasst da moi voastöhn wias die do fühst, mit am Baby im Bauch, 2 Kinder an deiner Hand und

an Man, wost ned wast wo dea is… geschweige der Rest von deiner Famülie

 

I hab ma dann in Italien amoi a SIX PACK Mineralwasserfloschn kauft,

weil mans Wasser ja ned trinken kann.

Aber hamschleppn hab is miassn. I sags glei,

do is ma de Kraft ausganga

Dann woa do so a netta Italiener,

dem Woit is schenken,

Ja immer nu gscheita ols einfach steh lossn.

Dea had mi agschaut, mit soiche Augn, ob i vom Mond kema wa.

Ja was de Leid ned kenan, des fressens ned,

und in dem Foi hat a de Österreicherin ned kennt.

Oba weggramt hat as Mineralwasser zumindest,

damits ned ubadumsteht. Ob as dan a drunga hot?

I was ned, weil wea was, wos i do eine da hab, Drogen oder so?

Oder vielleicht einfach zvü Kohlensäure?

Na gfreit hot a si ned da Italiener,

 aber dafür meine Leid, de i dann de Gschicht dazöht hab.

….

Wia i amoi in da Bibliothek wos ausboagn woit

Hama di richtigen Worte gföht.

So ganz zufrieden woans ned mit mia

Woa ischo 2 Monat in Italien und i kann  imma nu ned de Sproch

Jo so hättns a boa Politiker a gern bei uns.

Am besten Kopfhörer aufsetzten und die Sprach im Schlof leana

Oba so spühts sis ned

A boa Freind hob i in Italien dann doch gfunden,

de sie mia daboamt ham

und mit da Sprach woas dann a glei leichter

Nua de Grenzn im Kopf san bliebn, zumindest bei de andan

A noch am hoibn Joa im Ausland, hams immer nu des Gsicht vazogn.

Aber des kommt von da Gschicht hea und ned von de Menschen,

wie si d’Österreicher so aufgführt ham, wias amoi duat woan. hab i ma zumindes eingredt,

Jo de woan ned immer nua nett.

Oba ob und zua siagt ma nua de Masse und ned des Individuum

Was a Fehler meines erachtens nach is, aber wurscht!

 

Do frog i mi: „ I hob mein Horizont erweitert, indem i moi aussi ganga bin“

De ham oba a so reagiert wie die meisten Österreicher jetzt mit de Ausländer.

Soit ned jeda moi aus seine Grenzn ausbrechen und die Welt anders segn?

Dann kann sie jeda moi bei da eigenen Nosn nehmen,

und vielleicht amoi an Ausländer bei der Hand.

 
 


Ein Gedicht - erahnt ihr die Stimmung?


Gähnend streckt sich der Wind übers Land

Er durchbricht die Wolkenwand

Morgen wirst du woanders sein

Heute sind wir noch gemeinsam allein

Bis zu der Zeit,  an der die Nacht anbricht

Und sich im Dunkeln gegenseitig verspricht

Das Morgen wird bald heute sein

Im Angesicht des Sonnenscheins

Weckt auf der Nachtigall edler Ruf

Und weidet sich am farbenprächtigen Geruch

Morgen wird bald morgen sein

Gähnst du in die Nacht hinein

So schicken dir die Engel in Windeseile

 mit Dornen bespickte Seile

Auf das du sie halten sollst klamm

Und sie nicht fliegen lassen sollst, im Gram

Halt sie fest, die Dornen schneiden tief

In des Flußes, Adern, der Himmel steht schief

Zu den einträchtigsten Momenten

Zu all der Zärtlichkeit, die es gibt zu verschenken

Geben sich nicht auf zu träumen

Lass die Welt heute nichts versäumen

Doch halt sie fest in Augenblicken

Sollten dir die Engel zunicken

Die Musik trägt die Tränen übers Land

Im Wohlgefallen, Wohlgebannt

Sie schreiten durch des gähnend‘ Mund

Und reden sich die Lippen wund

Sollen sich doch wissen, sollen sie doch erahnen,

das Leben läuft nicht in geraden Bahnen

Schicke ich dir Liebe mit

Mit kunstvoll verziertem, zärtlichem Geschick


Der Wort.Reiher
(c) Eva Brigitta Gebetsroither


Ich fragte einmal einen Mann, was er denn so mache. Er sagte mir, er reihe Wörter aneinander. Ein Dichter also? Oder ein Autor? Nein, ein Mann der Wörter aneinanderreihen kann. So wollte er gesehen werden. Ein Mann der das Reihen von Wörtern kann.

In meinem Kopf reihte sich ein Gedanke nach dem anderen: ein Wort-Reiher. Ein was?

Naja eine seltene Spezies, denen das aneinanderreihen von Wörtern lag und Spaß machte.

Ist ein Wort Reiher schon ein seltener Vogel? Obwohl er ebendiesen nicht zu haben scheint. Oder etwa doch?

Nein die Wort-Reiher sind sich einig. Sie machen da aus Spaß und was dabei herauskommt kann durchaus einen anderen Menschen Geist um einiges reicher machen.

Was machen denn dann ein Wort-Reiher den ganzen Tag.

Worte reihern?

Nein, sie schreiben, oder denken, oder reden. Mit anderen Menschen.

Dann kommen sie geflogen, stürzen sich auf den kleinsten Gedanken und spinnen in weiter bis eine Geschichte entsteht.

Also was jetzt, reihern oder spinnen?

Naja, irgendwie beides.

Und im Winter, ja da fliegen die Wortreiher gegen Süden, um sich aufzutanken für die wortlosen Tage. Damit sie immer ein Wort parat haben. 


Und weil ja Ostern auch mal wieder kommt...!

(c) Eva Brigitta Gebetsroither 2020
Kontakt: evagebetsroither@yahoo.de