Willkommen!
Ich freue mich, dass du meine Seite besuchst.
Kommt zur Lesung morgen um 19:30, in der Galerie des Arthotels. Wir freuen uns auf euch! Gedichte mit Herz und Texte mit Verstand! Seid gespannt! Herzliche Grüße, Eure Eva
 


LESUNG: 

IN THE HEAT OF THE NIGHT

Zusätzlich zur Ausstellung im Arthotel
  • Brandmayergasse 7-9 
  • am 24. Juli 2020 


Waste

Hast du schon mal den Müll von anderen weggeräumt? Es ist an der Zeit!

Wie können wir es schaffen, Müll zu reduzieren und auf unsere Umwelt acht zu geben? Diesem Thema widme ich mich bei der Ausstellung

0 Waste in Wieden.

Festsaal der Bezirksvorstehung Wieden

Favoritenstraße 18

1040 Wien

Eröffnung, Dienstag, 1. September 2020
Finissage, Montag, 7. September 2020


Verein kunstschaffen | Kuration: Gabriele Baumgartner


"In the heat of the night"

#Kunst und Kultur ist zu jeder Zeit eine
Bereicherung, daher darf ich mit voller Freude auf kommende Veranstaltungen hinweisen:

  • 1.7.2020 ! #Künstler und Sammlertreffen mit Katalogpräsentation im Arthotel Vienna, Brandmayergasse 7-9

  • 10.7.2020 #Fete blanche, ebenfalls im Arthotel, Ausstellung bis 26.07.2020 mit Finissage von 14 - 17 Uhr

Änderungen vorbehalten!

Ich bin stolz darauf, mit einem Bild vertreten zu sein. Ihr kennt es noch nicht. #"In the heat of the night" lässt etwas Hitziges erahnen. 

Nähere Informationen

Kunstschaffen

FEMIZID

Ein bedrückendes Thema gehört gehört!

Eine Ausstellung mit Performance.

Ein paar Worte von Künstlern.

Ein paar Momente zuhören. 

Ein Moment zum Innehalten.

Kann ich das?

Wir sind eins, wir sind Frauen, wir haben eine Stimme! 

Meine Stimme widme ich euch! 

ACHTUNG TERMINÄNDERUNG!!! Eröffnung verschoben auf 16. September!

  • 16 September Eröffnung
  • 30 September Finissage
Performance OBRA 

Bezirksvorstehung Margareten, Schönbrunner Str. 54, 1050 Wien


Organisationsteam: Kurt Waldhütter (kunstschaffen), Daniela Noitz, Gabriele Baumgartner


Kultur frei Haus - direkt vom Sofa aus

Kommst du nicht zur Kultur, kommt die Kultur zu dir!
Das IP-Forum bietet Künstler/Innen eine Möglichkeit, abseits von Corona #Kunst und Kultur frei Haus zu liefern. Bequem vom Sofa aus! Schau rein und find out!

Hier klicken!
 
Gedicht: Superhelden (c) Eva Gebetsroither
Text: Die Ich-bin-nicht-ich-Gesellschaft
Text: Come le onde! Wie die Wellen
Text: Die Kunst des Scheiterns
BRING YOUR ART TEXT: Kärtchengeheimnis

 

Textschnipsel aus meiner Feder...

ohne Anspruch auf Vollständigkeit
 

Freiheit 

© Eva Gebetsroither Bakk.Komm.

Hände, überall Hände! Sie ragen aus dem Wasser. Ein klares Blau. Hilfesuchend, hilferingend, sie greifen nach dir, sie schlagen um sich. Sie tasten einander ab, kratzen sich und umschlingen sich. Das Wasser ist tief. Sie haben keinen Boden unter den Füßen. Das Umherschlagen ist ihr einziger Weg, sich auf der Oberfläche zu halten. Aber es sind viele. Das Wasser gischtet, schlägt Bläschen, das Rot des Blutes der offenen Kratzwunden vermischt sich mit dem Dunkel des Meeres. Es ist wie im Film, doch tausendmal schlimmer. Bald wird es mucksmäuschenstill. Die Hände ziehen sich zurück, ihre Konturen verschwimmen. Nur die leichte Inkanatur lässt sich unter dem Wasser, dem Weiß und dem Blau, erkennen. Sie versinken im Meer, um nie mehr wieder zu erscheinen. Sie werden zu Erinnerungen. Es ist ein bedrückendes Bild. Die Hände, die zum Himmel greifen, nach Halt suchen und gleichsam schweben. Ob es Luft ist oder das Wasser, spielt keine Rolle. Sie schweben zwischen den Kontinenten. Den einen mussten sie verlassen, den anderen durften sie nicht betreten. Sie sind wie Engel. Unscheinbar und durchsichtig. Sie schweben über uns, wie ein Damoklesschwert. Ihre Schicksale haben die bestimmt, die nach Profit gierten, nach Reichtum, Landbesitz und Schätzen, die sie nur dort zu finden glaubten. Sie raubten sie aus, die Räuber der Seelen. 

Schauplatzwechsel. Die Türen des Aufzuges öffnen sich. Mit einem „Bing“ springen sie zur Seite und geben den Blick auf das Innere frei. Nichts Besonderes. Ein alter Lift aus den 80igern, etwas spröde, abgenutzt, der Lack bröckelt. Aber er duftete, als ob er gestern erst aufgetragen worden wäre. Daneben das Ziffernblatt. Große, runde Metallscheiben, die die Stockwerke anzeigen. Leuchtend bei Berührung, dumpf und widerspenstig in der Anwendung. Hier sollte der Mord also geschehen sein. Keine roten Flecken, keine Kampfspuren. Ja, nicht einmal ein Haar war in diesem Raum zu finden. Oberpolizeikommandant Jerry N. Noon stand vor einem Rätsel. Es hatten gerade einmal zwei Personen im Aufzug Platz. Natürlich konnte er sie erwürgt haben, doch es musste dem Portier aufgefallen sein. Offizier Marc spielte mit den Druckknöpfen. Die Spurensicherung war schon längst hier gewesen. Oft, wenn ihm etwas zu viel wurde, begann er sich mit monotonen Bewegungen zu beruhigen. Und dieses Mal musste der Knopf des 3. Stockes daran glauben. Er drückte ihn: 1 mal, 2 mal 3 mal. Bis "ZISCHHHHH.... ", sich eine Tür hinter ihm öffnete. Dahinter verbarg sich – er konnte es kaum glauben - der Zugang zu einem Zwischenraum, der in das Penthouse des 4. Stockes führte. Er musste sich noch in diesem Raum befinden. Da war er sich sicher. Langsam schloss er die Türen des Aufzuges, das sollte die Kripo für ihn erledigen. 


Ein paar Schritte weiter, schenkt ein Mann einem jungen Mädchen einen roten Ballon. Sie stehen vor einer Mauer, der Gazastreifen, ein langumkämpftes Gebiet im Westjordanland. Es hatte sich jemand die Mühe gemacht, sie dorthin zu stellen, genau an diesen Ort, zu diesem Zeitpunkt. Denn genau als das Mädchen den Luftballon in die Hand nimmt, schlägt eine Bombe hinter ihnen ein. Splitter fliegen, die Luft...schwarz und gelb. Das Rot verschlingt den Himmel und den Ballon des Mädchens. In der Ecke steht ein Mann, dem ein kurzes Lächeln über das Gesicht huscht. 

Über dem Ausgang triumphiert das Wort Freiheit. Weil es uns aus diesem Albtraum erlöst? Aus diesem Raum, aus diesem Geschehen, von diesen Bildnissen, die der menschliche Geist der Realität entnommen hat und neu interpretierte. Mit Pinselstrich und Farbe. Freiheit wie schön diese Buchstaben in deinem Mund klingen und so unendlich weit entfernt für diejenigen, die sie nicht besitzen.

Manch einer will seine Eintrittskarte zurück, manch einer geht genau aus diesem Grund in diesen Raum. Wir wissen nie, was uns erwartet, doch wenn wir nur kurz einen Schritt in dieses Geschehen wagen, so entspringen wir quasi unserer Welt für einen Augenblick. So wie manch einem Künstler Geist diese Bilder.

 

Ein Krimi...

Rot wie Blut! Ihr Mantel schlug wie eine Fahne im Wind, als sie die Straße entlanglief.  

Tap, tap die Schritte am Asphalt. Tropf, tropf die Schweißperlen, die über ihr angespanntes Gesicht huschten. Sie musste sich irgendwo verstecken. 

Die Ampel blinkte. "Rot! "Gefahr!", schrie ihr dieses Blinken wie ein wütendes Kind ins Gesicht! 

"Gefahr!", rief ihr Herz! Es hatte sich auf 180 Schläge beschleunigt. Das Auto hinter ihr beschleunigte ebenfalls. 

Es tönte ein gellendes Grollen die Straße entlang. Sie war hilflos! Sie rannte und rannte! Tap, tap die Schuhe, tropf, tropf die Tränen, die ihr in den Augen standen. Sie hatte sich nie eingestehen wollen, dass es einmal so weit kommen würde. Niemand war auf der Straße; menschenleer, seelenleer, menschenseelenleer! So konnte man auch ihr Leben bezeichnen  Keine Seele scherte sich um sie, ja es war ihnen egal, ob sie hier war oder kurz nach der Kreuzung für immer verschwinden würde. Doch ihr Lebenswille war größer. Sie hielt die Tasche, in der sie das für sich wertvollste Gut aufbewahrte fest im Arm. Es durfte nicht in die Hände dieses Betrügers, Mörders kommen. Sie stolperte. Weg! Weg mit den Schuhen! Sie hinderten sie nur an der Flucht. 

Wie eine Waffe schlugen die Stöckelschuhe auf der Autohaube ein. Sie hinterließen eine dicke Beule. Liebend gerne hätte sie ihm die Schuhe ins Gesicht geschleudert. Seine Nase wäre angeschwollen und er hätte nichts mehr gehabt. Seine Karriere, aus und vorbei. Seine Model-Freundinnen, weg!

Keiner hätte ihn mehr ernstgenommen. Es wäre an der Zeit gewesen, doch sie war die Einzige, die nun sein dunkles Geheimnis kannte. Sie, die wie ein Drache um sich schlagend, feuerspeiend, kämpfte… um ihre Leben. Um das zukünftige Leben. 

Eine Seitengasse! Ihre Rettung? 

Sie bog ab, es war düster. Der Regen hatte sich wie ein großer, schwarzer Schirm über die Stadt gespannt. Seine Hand hatte ihr die Luft zum atmen genommen, bis sie sich losreißen konnte. Sie hatte ihn gebissen, seine Augen ertastet und zugedrückt. Sein gellender Schrei war ihr durch Mark und Bein gefahren, doch es war ihr einziger Ausweg gewesen.  Sie lief und lief, bis sie an eine Mauer kam! Nein, eine Sackgasse! Der Boden unter ihren Füßen war rutschig. Die Ratten hatten sich am Rande der Mülltonnen versammelt. Sie waren dreckige, kleine Biester, die sich diesem Schauspiel nicht entziehen wollten. 

Plötzlich hörte sie Schritte hinter sich... Es waren mehrere. 

Sie näherten sich immer schneller. 

Stampf, stampf, tap, tap.

Ein Schatten! Ein Schuss! 


Die Schritte verlangsamten sich, bis etwas dumpf auf dem Boden aufschlug. Sie hatte eine Pistole gezogen und geschossen. In die Dunkelheit, ohne Ziel. Sie hatte einfach abgedrückt. Hätte sie es nicht gemacht, ihr Leben wäre nicht mehr dasselbe gewesen. 

Sie sackte zusammen. All die Energie, die sie in sich aufgesogen hatte, schien nun von ihr zu fallen. Wie ein Sack Reis, den man geöffnet hatte hockte sie auf dem Asphalt. Die Füße unter ihr steckten im Schlamm, der sich auf der Oberfläche gebildet hatte. Ein schwerer Atem entfloh ihren Lungen. Sie griff sich zuerst ans Herz, das nun zum Zerbersten schlug, dann in ihre Tasche. Dort hatte sie den Grund der Verfolgung versteckt. Die ganze Zeit, als sie lief, als sie schoss, als sie fiel. Es hatte dem Trubel standgehalten. Sie betrachtete es kurz, es musste an seinen Besitzer übergeben werden, sonst hätte alles keinen Sinn gehabt.  

Es war der Schlüssel zur Freiheit!
Ihr eigenes Leben!

 

A Love-Poem

Love comes within, love comes from laughter
Love comes from planning the future together
Love is pure
Love is life
Experience and thrive
Growing further
Wherever you are, being soulsister, classmates,
Strangers, whatever,
Woman, husband, wife

Life's changing you all the time
Sticks your pieces together
Where you can be you, explain, tell and train Your talents
Accepting your truths
Being kind with you and the world
it's everything you told
it's feeling, traveling, sharing and exploring
it's how it should be
I never stop to believe
in life, love and me


Die Melodie des Nasenflügels

Der Atem strömt ein und aus
Er berührt die feinen Härchen des Instruments
Saitengleich beginnen sie zu schwingen
Ein leichtes Tremolo liegt in der Luft
Fast scheint eine Melodie anstimmen zu wollen
Doch gleich stoppt der Atem den Strom, um immer weiter die Lebensenergie aufzusaugen


Das Herz schlägt im Takt der Melodie
Bum, bum... bum, bum
Das Blut fließt piano durch die Gefäße
Die Haare sträuben sich auf der Haut
Eine leichte Kälte lässt sich erahnen
Die Haare wippen im Wind, doch es ist keiner
Es ist ein Zeichen des Lebendigseins


Der Mund schmatzt im 3/4 Takt
Mal weniger, mal mehr
Die Augen öffnen und schließen sich
Links, rechts... links, rechts
Die REM-Phase hat eingesetzt
Immer mehr bewegen sich die Augen und Lider


Deine Glieder liegen sanft neben dem Körper
Wie ein Traum, der alles in Schweigen hüllt,
atmest du dich durch die Nacht
Das regelmäßige auf und ab des Torsos
behält den Takt, das Ticken der Uhren wird lauter


Leise, mit einem Anschwellen der Luft in deinem Kiefer, beginnst du den Mund zu öffnen
Leichtes Raunen geht durch das Zimmer
Mit einem  "ROOOAAAARR" drehts du dich auf die andere Seite deines Bettes
Wer hätte das gedacht, jetzt bist du plötzlich aufgewacht.

BRING YOUR ART TEXT 2020 

Kärtchengeheimnis
Link: IP-Forum 


Er stand auf und umarmte sie, es war eine innige Umarmung.  Als ob er sagen wollte: "Lass mich nie mehr los! Lass mich nicht alleine!" Es war fast so, als ob er ewig auf diese Umarmung gewartet hätte. Er wollte sie auskosten, jede Faser seines Seins wollte ihre warme Haut spüren. Ihren sanften Druck, den Duft ihrer Haare, die Liebe, die er damit verband. Bis er sich plötzlich wieder losriss. 

Als ob nichts gewesen wäre, setzte er sich wieder hin, auf den Boden, auf die dreckige Straße. Da wo Zigarettenstummel neben Hundekotkringel um die Wette stanken. Er setze sich einfach hin. Auf seinen gewohnten Platz. Es war wie immer. Doch seine Augen sagten, etwas hatte sich verändert. Sie leuchteten heute mehr als sonst. Sie gab ihm sein Kärtchen zurück in die Hand. Es hatte ihm schon so viele schöne Momente geschenkt. Dieses wertvolle Gut wollte sie ihm nicht nehmen. „Eine Umarmung bitte!“, stand darauf. Sie seufzte und es war ihr ebenfalls eine Freude gewesen. 

Sie grüßte ihn. Er winkte ihr nach. Sie hatten einen Moment der Nächstenliebe genossen. Nicht mehr und nicht weniger, doch es hatte beide Leben verändert.

Als sie einige Zeit später wieder bei ihm vorbeikam, hatte er keine Karte mehr. Sie wunderte sich, da ihm diese doch so wichtig zu sein schien. Sie fragte ihn: „Hallo Otto! Hat dir jemand dein Kärtchen gestohlen?“ „Nein, nein, gnädige Dame. Ganz und gar nicht. Ich habe sie nur eingetauscht! Mit dem Sepp und so… Und eigentlich, habe ich heute mehr Lust auf ein gescheites Spanferkel!“ Er zeigte ihr die Karte! Darauf stand: „Bitte lade mich zum Essen ein!“ Das ließ sie sich nicht zweimal sagen. Sie rief im Gasthaus zur Gans an und reservierte einen Tisch. Auf dem Weg dorthin traute sie sich das erste Mal zu fragen. „Du Otto, wieso sitzt du eigentlich auf der Straße?“

Er zögerte einen Augenblick. „Gnädige Dame, das ist eine lange Geschichte. Wollens das überhaupt hören?“ Sie ermunterte ihn. „Ja, bitte erzähl!“ Dann redeten sie: vom Zirkus, Reisen, Welt, Kartenabreißen, Frau, Krankheit, Familie. Alkohol? Nein, mit Alkohol hatte er nie Probleme gehabt.

Sie redeten und redeten, bis sie das Gasthaus erreicht hatten. Otto wirkte etwas nervös. „Das hob i mir leichter vorgestellt, gnädige Dame...!" Doch sie zog ihn mit der Hand ins Lokal. Schnurstraks machte sie sich auf den Weg zu einem Tisch. Und es war ein Abend den sie niemals mehr vergessen sollte. Sie erfuhr mehr über Otto und seine Welt, seine Freunde, die ebenfalls auf der Straße wohnten, seine Krankheit, die ihm so sehr zu schaffen machte. Sie lachten und er hatte immer wieder einen derben Spruch auf der Lippe, den er wohl von all seinen Reisen mitgebracht hatte.

An diesem Abend konnte sie nicht schlafen, sie träumte immer wieder vom Zirkus und Otto. Sie fragte sich was er so mache. Als sie am nächsten Tag aufgestanden war, hatte sie ein komisches Gefühlt. Sie erledigte ihre Sachen und macht sich auf den Weg zur U-Bahn. Da kam sie wieder an der Stelle vorbei, wo Otto normalerweise saß. Doch er war nicht auffindbar! Sie fragte den Mann im Laden daneben, ob er wohl etwas von ihm gesehen oder gehört habe und dieser entgegnete ihr: „Ja, der Otto war heute da. Um halb zwölf, da ist dann plötzlich was passiert. Er hat sich aufs Herz gegriffen. Es ist ihm schlechte gegangen. Dann habe ich die Rettung gerufen. Aber der hat sich dann nicht mehr gerührt. Ich glaube, er ist noch hier verstorben.“

Es traf sie wie ein Blitz! So ein lebensfroher Mensch, wie Otto es gewesen war, konnte doch nicht einfach von heute auf morgen fort sein! Ihr liefen Tränen über die Wangen. Die kurze Bekanntschaft mit ihm, hatte ihr Leben verändert. Sie beschloss eine Rose zu kaufen und sie auf die Stelle zu legen, an der sie ihn kennengelernt hatte. Und sie dankte den Menschen, die die Kärtchen erfunden hatten. Die, die sie austeilten, wenn jemand Hunger hatte, eine Umarmung brauchten oder einfach nur jemanden zum Reden. Denn die hatten ihr das Tor zu einer Welt geöffnet, die sie nie wieder verlassen wollte. Die Welt der Nächstenliebe.

Erklärung zur Geschichte

Die Idee mit den Kärtchen kam mir eines Abends, nachdem ich ein paar Momente mit einem Bettler geredet hatte. Ich dachte mir, vielleicht wäre es für Menschen, die auf der Straße lebten leichter um einen Gefallen zu bitten, wenn sie ein Kärtchen hätten auf dem stünde: eine Umarmung, etwas zu Essen oder ein Gespräch. Und die Menschen die ebenfalls bereit sind diese zu teilen würden ebenfalls Kärtchen besitzen. Vielleicht hat irgendeine Organisation (der Augustin oder die Caritas oder ähnliche Vereine) Mut sich einem Projekt wie diesem zu widmen. Vielleicht wäre es eine Bereicherung, um die Kluft zwischen Arm und Reich zu überwinden. Vielleicht bleibt es aber auch nur ein Traum, von dem ich einmal dachte, er würde die Welt verbessern. Die Geschichte von Otto gibt es wirklich, der Name wurde geändert. Besonders die Straßenzeitung "Augustin" trägt viel zum Verständnis der unterschiedlichsten Menschen und Schicksale bei. Vielleicht wollt ihr ab und zu stehen bleiben und ein Exemplar kaufen und auch lesen. Eine neue Perspektive ist eine Bereicherung für das Leben und für die eigene Seele. Vielleicht hast du ja die Energie jemanden einen guten Tag zu wünschen und ein Lächeln zu schenken. Denn die kleinen Dinge sind auch manchmal die Größten!

 


(c) 2020 
evagebetsroither@yahoo.de